ZEPPELIN PORZELLAN ANKAUF

Ich suche zum Ankaufen Zeppelin Porzellan, Mokka Tassen, Tee- und Kaffeetassen, Service aus dem Zeppelin Porzellan, hergestellt bei der Fa. Franz Heinrich & CO. in Selb, Bayern. Die Zeppelin Geschirre haben ein Emblem eines „Zeppelins“ oder „LZ“ in einem blauen „Kreis“ bzw. auf blauen Band aufgedruckt. Die Geschirrteile sind am Boden neben der eigentlichen Fabrikmarke von Heinrich Selb auch noch mit dem Zusatz einer Jahreszahl und zum Beispiel mit „Original Bordgeschirr LZ – Hindenburg“ gekennzeichnet. Wir kaufen ständig Zeppelin Bordgeschirr LZ, Elfenbein Porzellan mit schmaler Ätzgoldkante und blauen goldgefasten Band und der Vignette der Zeppelin Reederei.

DIE IDEE

Franz Heinrich hatte wohl die beste Idee seines Lebens, als er 1896 anstelle eines Backofens eine Schmelzmuffel von 0,75 Kubikmetern ins elterliche Haus in Selb einbaute. Als Franz Heinrich den Auftrag erhielt, ein individuelles Geschirr für die Luftschiffe der Deutschen Zeppelin Reederei zu entwerfen, war aus dem kleinen Ein-Mann-Betrieb längst eine bekannte Porzellan-Manufaktur geworden. So stattete er unter anderem auch LZ 129 – die Hindenburg – mit einem zarten elfenbeinfarbenen Geschirr mit blau-goldenem Dekor aus.

Eine gelungene Arbeit. Obwohl die Luftschiffe mit jedem Gramm Mehrgewicht geizten, war das ein Luxus, auf den man nicht verzichten wollte. Dieses Zeppelin Porzellan unterstrich den Kultcharakter, den das Reisen mit einem Zeppelin stets hatte. Wie angenehm überrascht und überdies beeindruckt von der feinen Eleganz des Services die Fahrgäste der Hindenburg waren, brachten Dr. Eckener und Dr. Dürr in einem Schreiben vom 28 September 1928 an die Manufaktur Heinrich zum Ausdruck: „Formgebung und Farbenharmonie machen jedes einzelne Stück des Services zu einem nicht alltäglichen Schmuckstück.“

ZEPPELIN FUND LAKEHURST

Heute – 80 Jahre und eine halbe Ewigkeit später gilt dies immer noch. Dazu ist es eine Sensation, dass die Original-Teile des Porzellans der Hindenburg noch existieren – zauberhaft und elegant wie damals. Bedächtig erzählt es uns von seiner letzten Fahrt mit der Hindenburg über den Ozean, von den Menschen an Bord, von der Katastrophe. Ein wahrer Schatz, der gefunden wurde. Jetzt ist er wieder da. Und das hat etwas von einer großen Sensati-on: 63 original Zeppelin Porzellan Teile, die aus dem Feuerball der „Hindenburg“ gerettet werden konnten, gibt es immer noch. Wiederentdeckt nach langer Zeit – unversehrt und reich an Erinnerungen. Das Tafel-Service, das zum Bordporzellan des Luftschiffes gehörte, ist eine kunsthistorische Besonderheit – in einem Umfang erhalten, der ebenso einzigartig ist, wie das Porzellan selbst.

Nur wenige, schnelle Sekunden dauert das Ende der „Hindenburg“ – Meisterstück der Deutschen Zeppelin Reederei und fliegendes Hotel der Luxusklasse. Es ist der 6. Mai 1937, als das bis dahin modernste und größte Luftschiff der Welt in einem riesigen Feuerball vom amerikani-schen Himmel über Lakehurst stürzt und ein Flammenmeer vor dem Hangar Nr. 1 zurück lässt. In diesem Inferno einen Schatz zu finden, grenzt an ein Wunder: Am 7. Mai steigt aus dem verkohlten Skelett der Hindenburg nur noch Rauch auf. Wer in den Trümmern nach persönlichen Gegenständen suchen darf, findet verkohlte Dinge, die eigentlich kaum mehr zu identifizieren sind. Doch unversehrt und makellos sind 63 Teile des Bordporzellans der Hindenburg, die an jenem Tag ebenfalls ihren Weg aus dem Wrack finden.