TRIUMPH DER BLAUEN SCHWERTER

IM JUBILÄUMSJAHR 2010

Die Sonderausstellung Triumph der blauen Schwerter zeigte insgesamt rund 800 Porzellane, darunter grosse Teile der Depotbestände der Dresdner Sammlung, die dem Publikum sonst nicht zugänglich sind. Sie wurden ergänzt durch umfangreiche Leihgaben aus Museen und Sammlungen der Welt. Meissen verkörperte in den ersten 100 Jahren die europäische Porzellankunst schlechthin, trotze lange dem Konkurrenzkampf zwischen den neu entstandenen Manufakturen und konnte sich auch nach den Krisen des siebenjährigen Krieges und der Napoleonischen Kriege erfolgreich bis in die Gegenwart behaupten. Meissen war bis 1756 die tonangebende Manufaktur in Europa gewesen, danach hatte Sevres die Führungsrolle übernommen.

Triumph der Blauen Schwerter – Meissener Porzellan® für Adel und Bürgertum 1710 – 1815 Sonderausstellung zeigte umfassendes Bild der Meissener® Porzellankunst vom Barock bis zum Biedermeier „Die Ausstellung zeichnete ein umfassendes Bild der Meissener® Porzellankunst zwischen Barock und Biedermeier. Meissener Porzellan® ist in diesem Kontext mit herausragenden Leihgaben aus aller Welt bisher noch nie gezeigt worden“, sagte der Direktor der Porzellansammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, Dr. Ulrich Pietsch, heute aus Anlass der Eröffnung der Ausstellung „Triumph der Blauen Schwerter. Meissener Porzellan® für Adel und Bürgertum 1710 – 1815” im Japanischen Palais in Dresden. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden nahmen das Porzellanjubiläum zum Anlass, Meissener Porzellan® erstmals an dem Ort zu zeigen, den August der Starke einst der Präsentation der königlichen Porzellanschätze aus Ostasien und MEISSEN® gewidmet hatte.

TRIUMPH DER BLAUEN SCHWERTER
TRIUMPH DER BLAUEN SCHWERTER
TRIUMPH DER BLAUEN SCHWERTER
TRIUMPH DER BLAUEN SCHWERTER

August der Starke hatte im Jahr 1710 in Meißen die erste Porzellanmanufaktur auf europäischem Boden etabliert. Meissener Porzellan® war schnell unverzichtbares Statussymbol der europäischen Fürstenhäuser geworden. Bis heute gilt es als Inbegriff für gehobene Tischkultur und luxuriöse Raumdekoration. Um seiner ”maladie de porcelaine” den passenden Rahmen zu geben, plante der Kurfürst das Japanische Palais zum Porzellanschloss auszubauen. Ein Projekt, das jedoch nie ganz vollendet wurde. „August der Starke wollte unter anderem im Erdgeschoss ostasiatisches Porzellan und im Geschoss darüber Meissener Porzellan® zeigen. Mit dieser Art der Präsentation wollte er deutlich das Meissener Produkt über das von ihm hoch geschätzte ostasiatische erheben“, so Ulrich Peitsch.

Die Ausstellung „Triumph der Blauen Schwerter” wurden ergänzt durch umfangreiche Leihgaben aus Museen und Sammlungen der Welt, unter anderem aus Amsterdam, Moskau, New York, London, Paris, Prag und Budapest. Die bisher nur in einigen Beispielen gezeigte Entwicklung und Herstellung des Porzellans wird unter Einbeziehung neuester Forschungsergebnisse umfangreich dargestellt. Die Ausstellung konzentrierte sich auf die Zeit bis 1815, die Zeit in der MEISSEN® das ganze Spektrum der Möglichkeiten, die dem europäischen Porzellan fortan zur Verfügung stehen sollten, entwickelte.

MEISSEN® verkörperte in diesen ersten 100 Jahren die europäische Porzellankunst schlechthin, trotzte lange dem Konkurrenzkampf zwischen den neu entstandenen Manufakturen und konnte sich auch nach den Krisen des Siebenjährigen Krieges und der Napoleonischen Kriege erfolgreich bis in die Gegenwart behaupten“, sagte Ulrich Pietsch. MEISSEN® war bis 1756 die tonangebende Manufaktur in Europa gewesen, danach hatte Sèvres die Führungsrolle übernommen und MEISSEN® hatte sich neu positionieren müssen. Die Ausstellung bezieht Krise und Neubeginn im Gegensatz zu vorhergehenden Präsentationen bewusst in ihr Konzept mit ein. Dem Tafelservice widmet die Ausstellung besondere Aufmerksamkeit.

„Zum einen, weil es als wichtigstes Produkt der Porzellan-Manufaktur Meissen die Tischkultur insgesamt verändert hat. Zum anderen, weil es die Bedeutung von Meissener Porzellan® für diplomatische Geschenke besonders unterstreicht“, so Dr. Claudia Banz, die Kuratorin der Ausstellung. Gezeigt werden unter anderem zwei Tafelservice, die im Auftrag des preußischen Königs Friedrich II. hergestellt wurden. Ein Tafelservice mit preußisch-musikalischem Dessin und grünem Schuppenrand und das sogenannte „Möllendorff“ Service: ein Geschenk an den preußischen General Möllendorff. Beide Service werden opulent auf einer Tafel präsentiert. Die Porzellan-Manufaktur Meissen hatte die ersten Tafelservice aus Porzellan überhaupt hergestellt. Die Architektur des spanischen Ausstellungsarchitekten Juan de Cubas bricht mit traditionellen Formen. Sie stellt barock-opulente Porzellankunst in einen minimalistischen Rahmen, jedoch vor moderne, brillante Farben.