Studio Line

STUDIO LINE – VON 1956 – HEUTE

1958 wurde die Rosenthal Studio Line gegründet. Das erste Studio Haus wurde 1960 in Nürnberg eröffnet. Diverse Designer, wie Raimond Loewy, Tapio Wirkkala, Walter Gropius prägten durch ihre Kreativität die Rosenthal Studio Line bis heute.

Mit Kunst leben – das ist für Rosenthal die Aufforderung, die Kunst wieder stärker in dem Alltag einzubeziehen. Denn die Trennung von Kunstobjekt und Gebrauchsgegenstand ist wieder historisch noch natürlich. In allen grossen kulturgeschichtlichen Epochen der Vergangenheit schuf der Künstler beides. Und das künstlerlischer Anspruch auch in Serienprodukten stecken kann, bewies zuletzt der Jugenstil, der ja in Deutschland eine wichtige Bewegung wurde. Rosenthal glaubt, dass sich industrielle Fertigung und künstlerischer Anspruch durchaus in Einklang bringen lassen.

Das unternehmerische Denken spielt dabei ebenso eine Rolle wie die ästhetische Verantwortung. Die Fachgeschäfte mit Rosenthal Studio Line Abteilungen und die Rosenthal Studio Häuser haben sich in den Dienst einer Idee gestellt: Der Idee, dass die Tischkultur einer Zeit immer dann ihren Höhepunkt erreicht, wenn die besten Künstler an die Geestaltung der Dinge für den Tisch herangeführt werden.

ANKAUF STUDIO LINIE

Wir suchen Geschirr der Marke Rosenthal Studio Line – abgebildet finden Sie einige Dekore auf Suomi Kannen. Von den Künstlern: Morandini | Wirkkala | Rapuzin | Sarpaneva | Gropius | G. Bauer | HAP Grieshaber | Ambrogio Pozzi | Otto Herbert Hajek | Otto Piene | Otmar Alt | Ambrogio Pozzi und Björn Wiinblad

LOTUS BJÖRN WIINBLAD

Lotus entwickelt seinen Formgedanken aus dem Motiv des Lotusblattes. Bei fast allen Einzelformen fühlt der Benutzer sich an die Pflanzenwelt erinnert, ohne dass das Gefühl für die klaren geometrischen Grundelemente verloren geht. Aus dem halbkugeligen Körper der Kanne wächst ein konischer Kantenhals, der durch einen bündig aufgesetzten Scheibendeckel abgeschlossen wird.

Die Schnaupe ist an den halbkugeligen Körper angesetzt. Der Bandhenkel ist in einem weit schwingenden Bogen gestaltet. Das Motiv des Lotusblattes, das der Form den Namen gab, ist auf allen Teilen als umlaufendes Flachrelief mit sich überschneidenden Blattsilhouetten behandelt. Beim Stövchen wird das Lotusblattrelief mit Durchbrüchen besonders hervorgehoben. Der pflanzenhafte Charakter des Motivs wird in der kugelig gestalteten Zuckerdose besonders deutlich. Der Deckelgriff ist hier so behandelt, dass er an den Stiel der Lotuspflanze erinnert. Die Tasse wächst wie ein Pflanzenkelch auf der flachen Untertasse. Die Gestalt des Sahnegießers folgt dem Aufbau der Kaffeekanne. Die Form Lotus erhielt 1967 die Auszeichnung „Die gute Industrieform“.

DUO AMBROGIO POZZI

Die Form Duo prägt sich durch ihre einfache, elementare Gestaltung ein. Sie wirkt wie aus verschiedenen, aufeinander bezogenen Grundelementen zusammengesetzt. Diese Elemente sind zylindrische Hohlformen, halbkugelige Teile, die am Fuss zum Standring abgeschnitten sind, und flache Scheiben, die zu Griffen durchgebildet wurden. Die Teile, die den Körper der Hohlgefäße bilden, sind durch einen Einzug deutlich voneinander getrennt, um das elementare Aufbauprinzip dieser Form stark hervortreten lassen.

Mit diesem Aufbau schafft Ambrogio Pozzi eine verblüffend einfache Lösung, die damit den Forderungen des Designs im 20. Jahrhundert in besonderer Weise genügt. Der Ausspruch des berühmten Architekten und Designers Ludwig Mies van der Rohe: „Weniger ist mehr“, trifft genau den geistigen Gehalt des Designers von Duo. Seit den 20er Jahren wird diese Einfachheit und Schnörkellosigkeit nicht nur als künstlerisch ehrlich, sondern auch als elegant empfunden. Mit dieser schlichten, elementaren Gestaltung verspricht Duo schon in der Form seine Gebrauchstüchtigkeit. So ist es dann auch stapelbar, einfach zu benutzen und doch von unaufdringlicher Eleganz. Das Service wurde auf Grund dieser Qualitäten 1968 mit der Goldmedaille des Präsidenten der Republik beim „Concorso Internationale della Ceramica“ in Faenza ausgezeichnet.

BERLIN H. T. BAUMANN

H.T. Baumann entwickelte die Form Berlin als zylindrische Gestalt mit einer stark betonten Höhentendenz. Der Zylinder wächst gleichsam in die Höhe, um sich am oberen Rand zu öffnen. Das Öffnen erscheint als Gestaltungsmotiv bei allen Hohlteilen. Dieses Gestaltungsmittel entwickelt den puren, als rein mathematische Form zu eintönigen Zylinder zu skulpturhafter Silhouette. Durch den besonders lang gestalteten Zylinderknauf der Deckelform wird das Wachsen, die Höhentendenz der Form Berlin augenfällig zum Ausdruck gebracht.

Dieses Aufwachsen der Form wird durch die tiefangesetzte, lang nach oben strebende Schnaupe der Kanne noch besonders betont. Tassen- und Kantenhenkel sind gut proportioniert als Halbrund angesetzt. Bei der Ragoutschüssel wurden die Griffteile aus dem sich öffnenden Rand entwickelt. Dieses bestimmende Formmotiv des sich öffnenden Randes wendet H. T. Baumann auch konsequent auf die Tellerformen an und schafft somit ein klassisches, funktionelles Design.

KÜNSTLERTELLER STUDIO LINE

Die Edition der Rosenthal Künstler Teller ist eine einmalige Reihe unter der Vielzahl von Teller Serien, die damals auf dem Markt waren. Künstler der unterschiedlichsten Richtungen geben hier ihre Visitenkarte auf Porzellan ab. Alle Teller sind gekennzeichnet von einer grossen Spontanität. Das Spektrum der Künstler reicht vom Literaten über den Maler bis hin zum Musiker von Günter Grass über Salvador Dali bis zu Yehudi Menuhin.

Die Rosenthal Künstler Teller stehen beispielhaft für die Idee der Rosenthal Studio Line: „Mit Kunst leben“. Die Teller dieser Edition vermitteln die tägliche Begegnung mit Künstlern von internationalem Rang. Sie sind Schmuckstücke an der Wand ebenso wie Anregung zur Auseinandersetzung mit ihren Inhalten. Die Auflage der Teller war begrenzt auf jeweils 5000 Stück nummerierte, signierte Exemplare.

GRUPPE 21

In der Rosenthal Studio-Abteilungen sehen Sie, was Künstler aus aller Welt für die Rosenthal Studio-Linie entworfen haben: angewandte Kunst in Porzellan, Glas, Besteck und Keramik. Jedes Stück wurde von einer Jury unabhängiger Kunstkritiker für die Rosenthal Studio-Linie ausgewählt. Die gleiche Jury wählt auch die gesamte Kollektion der Rosenthal Studio-Häuser aus. Dort finden Sie neben der Rosenthal Studio-Linie die Produkte der Gruppe 21. Das ist eine ausgewählte Kollektion von hervorragenden europäischen Herstellern, die sich in besonderem Masse um die gute Formgebung bemühen. In den Rosenthal Studio-Abteilungen und in den Rosenthal Studio-Häusern verlieren Sie keine Zeit damit, das Gute vom Schlechten zu trennen. Die Jury der Rosenthal Studio-Line garantiert für die künsterlische Qualität – Sie brauchen nur zu wählen, was ihrem Geschmack entspricht.

Rosentha Studio-Abteilungen wie Rosenthal Studio-Häuser in aller Welt stehen jederzeit allen denen offen, die sich auch dann für Tischkultur interessieren, wenn sie gerade kein Porzellan, Glas, Besteck oder Keramik brauche. Björn Wiinblad 1957 beginnt die Zusammenarbeit mit der Rosenthal AG in Selb. Björn Winblad, 1918 in Kobenhagen geboren, begann seine Karriere im Rosenthal Konzern im Werk Bahnhof Selb. Dort entstand die Form Zauberflöte und bis zur Verlagerung ins Werk Rotbühl entstanden dort noch viele kleine und grosse Kostbarkeiten aus den Händen von Björn Wiinblad.