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Bodenmarken

Bodenmarken
Porzellanmarken bestimmen

Um die Konkurrenz durch auswärtige Unternehmen zu unterbinden, kam Meissen als erste Manufaktur dazu, sein Porzellan mit einer Marke zu versehen. Nachdem in der Frühzeit gelegentlich der Merkurstab, der wohl als Nachahmung einer chinesischen Marke zu verstehen ist, verwendet worden war, wurden 1723 in öffentlicher Ausschreibung die Buchstaben KPM dafür bestimmt, die dann um 1724 durch die gekreuzten Kurschwerter abgelöst wurden. Diese Bemarkung des Porzellans fand auch bei den anderen Manufakturen Nachahmung. Als Motiv wählte man meistens einen charakteristischen Bestandteil des Landeswappens oder auch die Anfangsbuchstaben des Besitzers oder des Landes. Mit Ausnahme von Nymphenburg, das seine Rautenmarke in der Regel sichtbar und dekorativ anbrachte, finden sich dies Fabrikzeichen sonst immer auf der Unterseite der Geschirre und Figuren. Aufgrund der Bodenmarke kann fast jeder Laie die Porzellanmarken bestimmen,


Bodenmarken
Signatur Holzer Defanti
Bodenmarke Hutschenreuther Kunstabteilung
Rosenthal Kunstabteilung
Hutschenreuther
KPM Berin

Man sieht hier oft auch andere Zeichen. So pflegten bei bemalten Stücken nicht selten die Maler ihre Anfangsbuchstaben in Muffelfarben aufzumalen, es gab Besitzerzeichen, wie bei Meißen das unterglasurblaue AR und FA auf dem für August den Starken und Friedrich August bestimmten Porzellan, es gab aufgemalte, eingepresste und eingeritzte Buchstaben und Markierungen, die den Dreher kennzeichnen, die Zusammensetzung der Masse oder auch die Zugehörigkeit zu bestimmten Servicen. Da bei einem Besitzerwechsel der Fabrik oft auch die Bodenmarken geändert wurden, bilden sie heute nicht nur ein wichtiges Merkmal zur Porzellanmarken Bestimmung der Herkunft eines Stückes, sondern auch zu seiner Datierung.

Die Marken der fürstlichen Manufakturen: Staatlichen Porzellanmanufaktur Berlin, früher Kgl. Porzellanmanufaktur Berlin (gegründet 1760), hat das Szepter und als Malereimarke Szepter mit Reichsapfel in verschiedenen Farben (rot, grün, blau). Die Nymphenburger Porzellanmanufaktur (gegründet 1747) kennzeichnet das bayerische Rautenwappen die Geschirre und Kunstporzellane. Und die Meissner Porzellanmanufaktur (gegründet 1710) die gekreutzen Schwerter. Die deutschen Privatmanufakturen arbeiteten lange Jahre ohne Bodenmarken und gaben nichts darauf die Herkunft der Ware zu kennzeichnen. Höchstens in der Masse wurde ein gepreßtes Zeichen verwendet. Erst die neueste Zeit der Entwicklung hat die Privatmanufakturen dazu gebracht, ihre Erzeugnisse mit Marken zu versehen. Philipp Rosenthal war der erste Privatfabrikant, der auf seinen Porzellan seinen vollen Namenszug ausgeschrieben hat. Die übrigen Privatmanufakturen Deutschlands sind dem Vorgehen Philipp Rosenthal‘s gefolgt.

Porzellanmarken bestimmen

Vielfach wurden die Bodenmarken mit Länderbezeichnungen ergänzt: Bavaria, Silesia, Thuringina (Herkunftsland Bayern, Schlesien und Thüringen). Viele böhmischen Porzellane sind mit Czechoslowakei gekennzeichnet gewesen. Die Kriegsjahre sind häufig durch zusätzliche Marken mit dem eisenen Kreuz (I. Weltkrieg) oder mit dem Hakenkreuz (II. Weltkrieg) und den Jahreszahlen benannt. Allerdings muss der Sammler wissen, dass die Marken grosser Manufakturen, deren Porzellan berühmt war, gerne gefälscht wurden. Vor allem waren es die Kurschwerter Meißens, die immer wieder auf den minderwertigen Porzellanen anderer Firmen auftauchten. So formte Volksstedt die beiden gekreuzten Gabeln seines Wappens wie die Meißner Schwerter und brachte sein so gemarktes Porzellan sogar in Sachsen zum Verkauf. Ähnlich handelten andere Thüringer Manufakturen, und selbst auf englischen Porzellan gegegnete uns das Meißner Zeichen. Auf seine Marke musste Meißen zunächst bei den Stücken verzichten, die nach dem Orient gingen, da die Türken in ihr ein christliches Zeichen sahen. Als man später aber dort nur mehr Porzellan mit der Schwertermarke abnehmen wollte, da man ihre Bedeutung als Qualitätsporzellan erkannt hatte, wurde sie auch von anderen Manufakturen skrupellos auf ihre Türkenkoppgen angebracht.

Ursprungsbezeichnung

Die Bodenmarken (allg. Keramikmarke) weisen auf den Hersteller hin und ist ein Zeichen auf der Unterseite von Porzellanwaren bzw. Keramiken. Bereits unter römischer Keramik und unter frühem chinesischem Porzellan finden sich Bodenmarkierungen mit dem sich die Porzellanmarken bestimmen lassen konnten. Mit der Einführung des Porzellans in Europa fand die eigentliche Bemarkung ihren Anfang, also ab etwa 1720. Mit dem Pinsel von Hand in blau aufgetragen wurden die Marken bis ca. 1820.

Wegen ihrer Dünnflüssigkeit etwas leichter zu stempeln, fanden ab ca. 1830, oft in grüner Farbe, auch Gummistempel Verwendung. Dekornamen zusätzlich zur eigentlichen Fabrikmarke anzubringen wurde zum Ende des 19. Jahrhunderts Brauch. 1897 verfügte England eine Ursprungskennzeichnung für alle Waren, die als Exportgüter nach England und dessen Kolonien verkauft und geliefert werden sollten. Porzellan musste nach seinen Produktionsländern bezeichnet werden.

Beispielsweise weisen die Namen „Bavaria“, „Saxonia“ und „Silesia“ auf die Herkunftsländer Bayern, Sachsen und Schlesien hin. Deutsches Porzellan erhielt deshalb meist den Stempel: „Made in Germany“. Demnach stammen alle Porzellane mit einer solchen Zusatzstempelung zwangsläufig aus einer Produktion nach 1887. Mittlerweile wird der Ursprung der aus Deutschland stammenden Ware mit dem Vermerk „Germany“ gekennzeichnet. Die Erforschung der Marken ab 1874 ist insoweit erleichtert, da ab diesem Zeitpunkt in Deutschland das „Gesetz über Markenschutz“ eingeführt wurde.

Auf einer Keramik ist zwischen den folgenden möglichen Markierungen zu unterscheiden:

  • Fabrikmarke – eigentliche Porzellan- bzw. Keramik-Marke, bezeichnet den Hersteller-Betrieb
  • Handelsmarke – bezeichnet Auftraggeber, Vertrieb oder Händler u.ä.
  • Eigentumsmarkierung – z.B. Fürstenhäuser, Luftwaffe, Hotelketten etc.
  • Malermarke – bei handbemalten Stücken (Malersignatur, Malermonogramm, Ziffern) oft rot oder gold
  • Entwerfer-Namen
  • Form- bzw. Modell-Nummer – z.T. mit Größenindikator (bei in die Form gegossenen Stücken)
  • Dekor-Bezeichnung – wenn auf die gleiche Form verschiedene Dekore aufgebracht wurden
  • Größen-Ziffer » wenn eine Form in unterschiedlichen Größen auf den Markt gebracht wurde
  • Qualitätsmarkierung – zur Kennzeichnung z.B. II. Wahl

 Link:  Marken Verzeichnis

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